Gedicht zur Kassenprüfung des eoc von Werner Stephanskirchner

Kassenprüfung

Liebe Mitglieder! Es is so a Gschicht:
Da Kassenprüfungsschlussbericht
der is recht kurz, und is strohtrockn
koa Mitglied hauds do von den Socken
koa Mensch passt auf, wos du do sogst, —
so is´s, aa wennst di no so plogst!
Kurzum, dees is oiwei a Gfrett!!!
i hob ma denkt, so mach i´s ned.

Die Kasse hod da Heiner gführt
mit Leidenschaft! Dees hamm ma gspürt.
Exakt war alles fein notiert
und chronologisch auch sortiert.

Ganz ohne Mühe ham mia glesn,
wia hoch de Einnahmen san gwesn,
und aa, wo ´s olle herkemma san. –
Da Heiner is da richtige Mann
für dieses Gschäft, dees is moi gwiß!

Vor allem, wenn i dann no lies
von WEM – WOHER die Gelder kamen:
Alles notiert, mit Datum und Namen,
Ob Beitragszahlung oder Spendn –
du konnst dees Ganze drehn und wendn –
du konnst di no so sehr obschindn:
Es is einfach koa Fehler z´finden!

Sooo dick is s´Packerl der Belege
und durch dees dicke Zahlengehege
ham d´Monika und i uns durchgewühlt
und allem auf den Zahn gefühlt!
und trotz genauester Kontrolle:
Es stimmen olle Zahlen, olle!!!

Nein, nein, die Buchführung ist excellent,
so wia ma hoid an Heiner kennt!

Ma siechts ja aa an seiner Frisur:
Dees is einfach Korrektheit pur!

Und aa da zwoate Punkt, ganz klar:
Es ist gelistet wunderbar
wo ´s ganze Geld dann hi is ganga:
Bei de Plakate moi ogfanga
dazua de Kosten fürs Programm –
do kimmt fei ziemlich eppas z´samm! –
Orchester, Solisten und da Bus
und andre Sachan, und zum Schluss
war ganz fein säuberlich zu sehn:
Dass mia zur Zeit im Plus drinstehn!

Mia Kassenprüfer mechtn aa sogn:
Es sollt si koana ned beklogn
über manches geplante schöne Konzert –
vorausgesetzt, dass jedsmoi wos werd –
Denn ein kleines Polster waar gar ned bläd,
ned dass´ uns dann wia andere geht
dee dann a Defizit eispuin
und d´Mitglieder sogn: Um Gottes Wuin,
wia bring ma jetz de Schuidn weg???
Soo kaamadn mia ned vom Fleck!!!

Heid wiss ma ja: Es war ganz toll!
Die Stiftskirch war gerammelt voll,
————– Vorstandsrüge!!!!
Kurz vorm Konzert — ihr wisst es ja —
wars Hochwasser in Simbach da!
Da Vorstand hod dann aa beschlossn,
dass mia uns do ned lumpn lossn:
Glei 1000 Euro wern gespendet! —
Dann ham mia hin- und hergewendet,
mit großm Scheck, Zeitung dazua?
oder einfach so, in oller Ruah?

Nix war no klar, wos mia jetz woin,
da kam a Mail um Null Uhr neun
vom Heiner: „Die Spende ist schon beim Empfänger!
Drum überlegts jetzt ned no länger,
Wie ihr das Geld übergeben wollt! —“
Auch dafür man Respekt ihm zollt!

Wos anders no, ein andrer Fall: (ganz aktuell!!!)
I lies s´Programm jetz von Reichenhall
und find oans ned, ihr glaubts as kaum:
„Und unsrer lieben Frauen Traum“!
Do kon man suacha her und hin
und wieder zruck: Es steht ned drin!
Jetz moant a jeder, ER hods vergessn,
Diesem Irrtum bin I NED aufgsessn.
Der Vorstand will ein Vorbild sein
für unsern scheena Gsangsverein
und geht mit gutem Beispiel voran:
und spart und spart, wo er nur kann!

Es hoaßts aa oiwei – deads ned lacha –
Mia miassn fleißig Reklame macha
und Spenden sammeln auf Teife komm raus,
sonst is´s mit unserm Verein schnei aus!
denn ohne Spendn, ob kloa, ob groß,
do waar mit unserm Verein nix los!

Do stand ma dick im Minus drin!
und unser Singa, dees hätt´ koan Sinn! 4
Und dees waar schod, dees waar doch zum Reahn:
Denn olle do herin, mia singan hoid gern!
Drum san mia aa do, bei jeder Prob!
Und dafür an alle: Ein großes Lob!

Und für unsern Kassier, jetzt ganz am End:
deads olle in d´Höh auffi eichane Händ!
Mia schlogn komplette Entlastung eich vor:
Die Kasse stimmt bestens beim euregiochor!

Werner Stephanskirchner 03/2017