Einladung zur Messe Solennelle De Saint Cécile von Charles Gounod (Cäcilienmesse)

„Messe Solennelle De Saint Cécile“

(Cäcilienmesse)

Charles Gounod

– euregio oratorienchor –

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

Sonntag, 18.11.2018 – 17:00 Uhr
(Einlass 16:15 Uhr)
Stiftspfarrkirche St. Philipp & Jakob, Altötting

Ausführende:

  • euregio oratorienchor Altötting, e. V.

Solisten:

Sigrid Plundrich (Sopran)
Sung Min Song (Tenor)
Manuel Adt (Bass)

Orchester:

cappella istropolitana, Bratisava

Dirigent:
André Gold

Schirmherr: Landrat Erwin Schneider

Veranstalter: euregio oratorienchor Altötting e.V.

Eine ausführlichere Information zum Konzert finden Sie demnächst in dieser Pressemitteilung.

Mehr Information zu „Messe Solennelle De Saint Cécile“ finden Sie hier.

Karten für die Veranstaltungen gibt es ab EUR 23,- hier (Inn-Salzach-Ticket mit den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

Die Veranstaltung musste von der Kirche St. Konrad in Burghausen in die Stiftspfarrkirche Altötting verlegt werden.

Bereits gekaufte Eintrittskarten für Burghausen können bis spätestens 18. November 2018 bei der jeweiligen Vorverkaufsstelle gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben und storniert werden und für die Veranstaltung in Altötting neue Karten gekauft werden.

Herzliche Grüße

von den Mitgliedern des
euregio oratorienchors

Freche Lieder, frisch und klangstark

Artikel in der PNP vom 20.08.2018

Carl Orffs Meisterwerk Carmina Burana setzt im Konzertsommer markanten Schlusspunkt

Burghausen. Der Aufwand war schon immens: Sänger aus ganz Deutschland wurden zusammengeholt, um Carl Orffs Meisterwerk nicht nur erklingen, sondern auch wirken zu
lassen. SigridWeigl, die bei der Chorgemeinschaft Burghausen den Stab schwingt, hatte für das Werk zudem noch einen Kinderchor auf die Beine gestellt. Ein ganzes Wochenende probten die insgesamt 180 Sänger zusammen – das hat sich gelohnt. Unter Stabführung des Neuöttinger Kantonisten André Gold setzte das Schlusskonzert des Burghauser Konzertsommers am Freitag mit den berühmten Carmina Burana noch einmal einen glanzvollen Akzent.

Dicht an dicht pressten sich 180 Sänger sowie dieMusiker auf der Bühne. Unter Stabführung des Neuöttinger Kantonisten André Gold führten sie die Carmina Burana auf der Burg auf. − Fotos:Wetzl

So ein Werk aufzuführen, bedarf es Masse. Nur dann wirken die Gesänge, die auf zum Teil frivolen mittelalterlichen Texten aufbauen und von Carl Orff so klangstark vertont worden sind. Der Euregio-Oratorienchor zeigte sich der Herausforderung dieses Meisterwerks gewachsen. Die Einsätze kamen auf den Punkt, André Gold und Sigrid Weigl hatten gute Arbeit geleistet. Und in der Philharmonie Bad Reichenhall fand der Chor einen guten und routinierten Partner. Begrenzt war die Aufführung allein durch die Bühnengröße. Wie Heringe in der Sardinenbüchse dürften sich die Sänger gefühlt haben, und auch die Musiker saßen so beengt, dass sie gerade noch den nötigen Freiraum für die Bedienung ihrer Instrumente hatten. Dabei hätten dem Orchester für dieses Werk durchaus noch ein paar Instrumentalisten mehr gut getan.Wie die Sänger, waren auch
die Musiker bestens konzentriert. Technisch ist Orff ja keine Herausforderung, das Werk lebt von der Genauigkeit der Einsätze, der richtig dosierten Klangstärke. Streicher und Co. waren mit Leidenschaft bei der Sache, André Gold hatte auch hier stets die Fäden in derHand – in einer sehr guten Hand.

Die Solisten des Abends überzeugten: Sopranistin SophieMitterhuber, Tenor Florian Stern und Bariton Christoph Filler bekamen Rosen.

Die Soli waren bestens besetzt. Insbesondere den Bariton Christoph Filler und die Sopranistin Sophie Mitterhuber sollte man sichmerken. Filler sang souverän, meisterte gekonnt Falsettpassagen und zeigte sich routiniert genug, mit Gesten und Mimik frivole Passagen noch ausdrucksstärker werden zu lassen. Glockenrein sang Sophie Mitterhuber. Sie wirkte allerdings etwas angespannt, wofür es bei dieser Stimme überhaupt keinenGrund gab. Gelungen war das Konzert auch deshalb, weil die Technik es glänzend hinbekam, eine gute Akustik am gesamten Waffenplatz zu schaffen. Das Konzert begann eine halbe Stunde später. Denn aufgrund des herrlichen Wetters kamen überraschend viele Kurzentschlossene auf die Burg. Die
zunächst nur 1100 aufgestellten Stühle reichten hinten und vorne nicht. Es musste nachgebessert werden. An die 1400 Besucher meldet der Veranstalter für diesen Abend, der ein würdiger Abschluss der Konzertreihe war. Das Publikum applaudierte begeistert, alsZugabe wurde einer der 24 Gesänge nochmals vorgetragen.

Rainer Wetzl

Einladung zur „Großen Messe in c-Moll“ von Wolfgang Amadeus Mozart, KV 427

„Große Messe in c-Moll“

Wolfgang Amadeus Mozart

– euregio oratorienchor –

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

Sonntag, 10.06.2018 – 18:00 Uhr
(Einlass 17:15 Uhr)
Klosterkirche Raitenhaslach

Ausführende:

  • euregio oratorienchor Altötting, e. V.
  • euregiochor Mattigtal

Solisten:

Eva Schinwald (Sopran)
Dr. Yvonne Douhat-Hartinger (Alt)
Virgil Hartinger (Tenor)
Alexander Voronov (Bass)

Orchester:

Bad Reichenhaller Philharmoniker

Dirigent:
André Gold

Schirmherr: Hans Steindl, Erster Bürgermeister der Stadt Burghausen.

Veranstalter: euregio oratorienchor Altötting e.V.

Eine ausführlichere Information zum Konzert finden Sie demnächst in dieser Pressemitteilung.

Mehr Information zu „Große Messe in c-Moll“ finden Sie hier.

Karten für die Veranstaltungen gibt es ab EUR 27,- hier (Inn-Salzach-Ticket mit den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

Herzliche Grüße

von den Mitgliedern des
euregio oratorienchors

Gedicht zum Vereinsvorstand des eoc von Werner Stephanskirchner

Bei der Jahreshauptversammlung am 07. Febr. 2018 überraschte uns unser Gründungsmitglied und Bass-Stimmsprecher Werner Stephanskirchner wieder mit einem Gedicht, das er in Bezug auf den Vereinsvorstand gereimt hat.

Bayerisch-Österreichische Sprachkenntnisse sind von Vorteil (oder wohl eher zwingend erforderlich)….

Der Vorstand

In Deutschland, do gibt’s vui Vereine,
do schaugst bloß moi in Google eine,
dann konnst sechshundertausend zähln,
und schaugst aa bloß auf oan Verein,
dann wern de Zahlen no vui höher:

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Romantisch klagendes Requiem

Artikel in der PNP vom 22.11. 2017

André Gold interpretiert mit seinen Euregio-Chören Johannes Brahms


Altötting.
 Trost ist nötig in traurigen Zeiten. Nicht nur die, die Trauer tragen um den Verlust eines geliebten Menschen – wir alle brauchen Trost. Am deutschen Volkstrauertag 2017 wurde erstmals auch der Welttag der Armen begangen. Johannes Brahms (1833-1897) wusste vor 150 Jahren von keinem der beiden Gedenktage, die einmal sein 1865 komponiertes, drei Jahre später in Bremen uraufgeführtes „Deutsches Requiem“ als Ausdruck von Trauer und Tröstung zur Aufführung bringen könnten.

Sophie Mitterhuber, Sopranistin am Münchner Gärtnerplatztheater, bei ihrem berührenden Solo im „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms in der Altöttinger Basilika St. Anna. − Foto: Gärtner

André Gold, der 38-jährige Meister-Dirigent mit bereits hohen Ehrungen und Aufgaben, hat mit Brahms gemeinsam, dass ihm, Gold, wie seinerzeit Brahms, die Chöre und also die Kompositionen für mehrere Singstimmen am Herzen liegen. Schon zweimal widmete der überaus tüchtige und einfühlsame André Gold sich dem „Deutschen Requiem“, bevor er es aus gegebenem Anlass nach Mattighofen auch in Altötting erklingen ließ. Die großräumige Basilika St. Anna trug mit ihrer guten Akustik zu dem mit herzlicher Zustimmung bekundeten Erfolg des relativ gut besuchten geistlichen Konzertes bei.

Mit durchdringender Emphase und einer für einen jungen Mann seltenen bekennenden Frömmigkeit leitete André Gold in gewohnter Einheitlichkeit den „euregio oratorienchor Altötting“ und den „euregiochor Mattigtal“ durch die grau verhangenen Nebelfelder endzeitlichen Gedenkens aller irdischen Existenz. Gold lag daran, stets den Schleier zu lüften, der auf Vergeblichkeit und Seelenqual derer lastet, die ihre Toten zu beklagen haben. „Freude und Wonne werden sie ergreifen und Schmerz und Seufzen wird weg müssen“, dichtete Jesaias als einer der Propheten, die die Gewissheit der Wiederkunft des Herrn und „Freude, ewige Freude“ den „Erlöseten“ versprachen.

Viele schöne „Worte der Heiligen Schrift“, ob aus Apostelbriefen oder der Johannes-Offenbarung, grub der 33-jährige Johannes Brahms für sein romantisch durch Chor- und Einzelgesang sowie Streich- und Blasinstrumentalmusik verklärendes Opus 45 aus, das ihn dem Protestantismus verbunden zeigt. Kein rufendes „Libera me, domine!“ seines italienisch katholischen Kollegen Verdi, erst recht kein donnerndes apokalyptisches „Dies irae, dies illa“ sind in seinem „Requiem“ zu hören. Dagegen ist von lieblichen Wohnungen des Herrn Zebaoth zu hören und von milden Selig-Preisungen. „Selig“ umrahmt als erstes und letztes Wort den (nord-) „deutschen“ Trauergesang des würdigsten aller erklärten Beethoven-Nachfolger.

Die in den Frauenstimmen besonders klangschön besetzten beiden Euregio-Chöre – sie ließen daran denken, dass es ein von Brahms in Hamburg gegründeter Frauenchor war, der den Kantor zu Chorkompositionen anregte – brachten hartnäckig und textverständlich die Mahnungen zu „Geduld“ und „Zuwarten“ zum Ausdruck. Nicht Vergehen, sondern Verwandlung sei uns Trost und Auferstehung unter Posaunenschall Gewissheit.

Die Prager Philharmoniker unterlegten den siebenteiligen Trost-Hymnus eher zurückhaltend denn auftrumpfend, trugen Wohllaut und Feinsinn in das 70-minütige Abendkonzert bei hell erleuchteter Kirche, stets den Vorgaben des das berühmte Prager Instrumentalensemble mit Feuereifer führenden Dirigenten. Der war in der Wahl seiner beiden Solostimmen beim vor wenigen Tagen erst in neuem Glanz wiedereröffneten Staatstheater am Gärtnerplatz treffsicher auf zwei junge Ensemblemitglieder aus Österreich gestoßen: den Bariton Christoph Filler und die Sopranistin Sophie Mitterhuber. In ihren schlichten, aller Opernpose fernen Auffassungen sangen sie mit berührenden Stimmen textkonform von der Kleinheit des Menschen vor Gott und vom Wiedersehen mit den Verstorbenen dort, wo allen auf ewig Trost sein wird und Gnade.

Hans Gärtner

Einladung zu „Ein Deutsches Requiem“ von J. Brahms, op.45

„Ein Deutsches Requiem“

von Johannes Brahms

– euregio oratorienchor –

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

Samstag, 18.11.2017 – 18:00 Uhr
(Einlass 17:15 Uhr)
Stiftskirche Mattighofen/Oberösterreich

Sonntag, 19.11.2017 – 18:00 Uhr
(Einlass 17:15 Uhr)
Basilika, St. Anna
Altötting

Ausführende:

  • euregio oratorienchor Altötting, e. V.
  • euregiochor Mattigtal

Solisten:

Sophie Mitterhuber (Sopran)
Christoph Filler (Bariton)

Orchester:

Prager Philharmoniker

Dirigent:
André Gold

Schirmherr: Landrat Erwin Schneider

Eine ausführlichere Information zum Konzert finden Sie in dieser Pressemitteilung.

Mehr Information zu „Ein Deutsches Requiem“ finden Sie hier.

Karten für die Veranstaltungen gibt es ab EUR 17,- hier (Inn-Salzach-Ticket mit den bekannten Vorverkaufsstellen/Kulturbüro Mattighofen) und an der Abendkasse.

Herzliche Grüße

von den Mitgliedern des
euregio oratorienchors

Gebeamt in musikalische Welten

Artikel in der PNP vom 03.08. 2017

„Classic meets Soundtracks“: Fulminantes Konzert beim Raiffeisen-Kultursommer

Altötting. “Das Miteinander ist mir das Wichtigste“: So hat Andre Gold seinen persönlichen Hauptaktzent als Dirigent auf den Punkt gebracht. Dass dies auch im Publikum spürbar war, zeigten viele Rückmeldungen: „Sie persönlich konnten uns mitreißen“, meinte beispielsweise eine begeisterte Besucherin des Konzerts „Classic rneets Soundtracks“ im Rahmen des Raiffeisen KultursommerProgramms, bei dem Gold den 60 Stirmmen starken Euregio Oratorienchor und das Orchester der Bad Reichenhaller Philharmonie leitete und die etwa 500 Hörer, locker und humorvoll in ein Film-Rate-Quiz einband.

100 Musiker und ein volles Haus: Der euregio oratorienchor und das Orchester der Bad Reichenhaller Philharmonie musizierten am Samstagabend im Kutteur + Kongress Forum.

Anders als in den vergangenen Jahren, als etwa mit Karl Orffs „Carmina Burana“ historisch berühmte Kompositionen aufgeführt worden waren, widmeten sich die gut 100 Musiker am Samstag unbekannteren zeitgenössischen Filmkomponisten, wie John Williams, dessen Musik jedoch nahezu weltweit aus berührenden Momenten der Filmgeschichte bekannt ist und lebendige Szenen wachruft – vom frechen Optimismus des „Indiana Jones“ –Themas bis hin zu nachdenklichmelancholischen Schwingungen dcr Violinpassagen aus Stevcn Spielbergs Holocaust -Epos „Schindlers Liste“. Letzteren gab Geigensolistin Svetlana Glebova ihre persönliche Note, was wie sie sagt – „technisch unbeschreiblich einfach aus dem Gefühl geflossen sei.

André Gold in Aktion: Es war auch sein Verdienst, dass das Publikum mitgerissen wurde. Fotos: Matheis

Dramatisch-kühl stimmte dagegen „My heart will go on“ aus der Feder von James Horner und Will Jennings, das James Camerons „Titanic“ eine warm-liebende und doch tragisch-eisige“, Gefühlsbandbreite verleiht. Zu hören war in sonniger Leichtigkeit auch „Somewhere over the Rainbow“ aus dem Musicalfilm „Der Zauberer von Oz.

Titel wie Vangelis‘ „Conquest of Paradise“ stimmten bald auf heroische Aufbruchsdynamiken um, welche Ridley Scott für sein
Columbus-Epos „1492′“ einzusetzen wusste. Als Ouvertüre der WM-Boxkämpfe von Henry Maske 1995 ist der Titel derart präsent geblieben, dass das Auditorium im prall gefüllten Kultur + Kongress Forum der Aufforderung Andre Golds folgen und kräftig mitsummen konnte.

Klangmalereien aus dem Soundtrack von „Fluch der Karibik“ führten vom Piano der ruhigen See über die Crescendos der Orkanmomente auf die sprichwörtlich knarzend-durchrüttelnden Spannungshöhepunkte im Fortissimo-
Stakkato der Meeresmalströme, die Captain Sparrow mit seinem Flaggschiff „Blackpearl“ durchqueren musste. Aus diesen Meerestiefen führten die Musiker über Berge und Schluchten aus „Der Herr der Ringe“ und mit dem technisch anspruchsvollen „Harry Potter“-Soundtrack weiter Richtung Hogwarts, bevor – wie Andre Gold scherzte – sich seine Zuhörer mit Stücken aus „Krieg der Sterne“ und „Star Trek“ in klanglich-heroischem Pathos und in Laserschwert-Romantik in feme Galaxien „beamen lassen“ konnten.

– Max Neubauer

RAIFFEISEN KULTURSOMMER 2017 – CLASSIC MEETS SOUNDTRACKS

Klassik in der Region erleben? Das ist schon lange möglich und hat sich großartig etabliert!
Aber nach „Die Zauberflöte“, „Der Freischütz“ und „Carmina Burana“ folgt nun ein neues Highlight mit großartigen Klängen:

CLASSIC MEETS SOUNDTRACKS vereint die schönste und bekannteste Musik der Filmgeschichte.

Erleben Sie die Soundtracks aus „Fluch der Karibik“, „Harry Potter“, „Star Wars“ und vielen mehr live im Kultur+Kongress Forum Altötting am 29. Juli 2017. Dieses inszenierte Kunstwerk wird von der VR meine Raiffeisenbank eG im Rahmen des RAIFFEISEN KULTURSOMMERS 2017 präsentiert.

Unter der Gesamtleitung von André Gold wird die Bad Reichenhaller Philharmonie, unterstützt vom Euregio Oratorienchor, zeitlose Hits und Hymnen der Kinogeschichte präsentieren.

Preisliste:

  • 1. Kategorie
    Normalpreis 48,00 €, ermäßigter Preis 43,20 €
  • 2. Kategorie
    Normalpreis 43,00 €, ermäßigter Preis 38,70 €
  • 3. Kategorie
    Normalpreis 38,00 €, ermäßigter Preis 34,20 €
  • 4. Kategorie
    Normalpreis 33,00 €, ermäßigter Preis 29,70 €

Exklusiv für alle Kunden der VR meine Raiffeisenbank Altötting-Mühldorf eG steht auch dieses Mal wieder ein limitiertes Kartenkontingent mit einem Rabatt von 10% zur Verfügung.

Termin:

Samstag, 29.07.2017 – 20.00 Uhr

Kultur + Kongress Forum Altötting

Der Kartenvorverkauf startet am Montag, den 27. März 2017 in allen Filialen der VR meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf!

Karten erhalten Sie nur in den Filialen der VR meine Raiffeisenbank eG, es gibt keinen Online-Kartenverkauf auf unserer Homepage.

Herzliche Grüße

von den Mitgliedern des
euregio oratorienchors

Schwärmerisch, schwelgerisch

Artikel in der PNP vom Juli 2017

Mendelssohns „Lobgesang“in Raitenhaslach – Pracht-Ausklang des Klostermarkts

Burghausen. „Gebn S‘ eam a Bier, der hat vui zumSinga ghabt!“ Mit „eam“meinte ein scherzender Gast den Chor, der nach seinem schwärmerischen „Lobgesang“ in der Klosterkirche St. Georg und Pankratius die Labung verheißenden
Tische des Raitenhaslacher Klostergasthofgartens ansteuerte. Die angesprochene Bedienung erwiderte: „Vui is net wichtig, schee muasss sei!“ Womit sie nur Recht hatte:Nicht aufQuantität, nur auf Qualität kommt’s in der Kunst an.

Qualität haben die Damen (in der Überzahl) und Herren (in der Minderzahl) des Euregio Oratorienchors Altötting zusammen mit dem Euregiochor Mattigtal wieder einmal bewiesen, bei ihrem mit vereinten Kräften vokal satt gestalteten Kirchenkonzert, das ein selten in voller Länge aufgeführtes Werk des 31-jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy bot: die so genannte Symphonie-Kantate op. 52. Als am 25. Juni 1840 in Leipzig erlebte – nach der Darbietung vonWebers „Jubelouvertüre“ und Händels „Dettinger Te Deum“ – der „Lobgesang“ unter seines
Komponisten Stabführung in der Thomaskirche seine Uraufführung.

Die Klosterkirche bot die ideale Kulisse für das Konzert der Euregiochöre und ihrer Solisten. − Foto: Heuwieser

So festlichwie damals ging’s am Sonntag in Raitenhaslach zwar nicht zu, aber von Feierlichkeit und gehobener Stimmung war doch einiges zu spüren. Zu einer regelrecht patriotisch gefärbten Danksagung, wie dies aus Mendelssohns Leipzig vermeldet wurde, ließ es Dirigent André Gold nicht kommen. Auch wenn ihm daran gelegen seinmochte, seinen Beitrag zum Luther-Gedenkjahr zu liefern – mit einem dicken Strauß Sakralmusik zur Freude über Martin Luther, den Übersetzer und Johannes Gutenberg, den technischen Ermöglicher der Bibel. So ganz zum Bewusstsein mag dieser Initial-Anlass desKonzertes dem aktuellen Publikum nicht gekommen sein. Sei’s drum – es
ließ sich inspirieren von den aus voller Kehle gesungen Psalmen, die mit Volkskirchengesang verwoben sind: „Nun danket alle Gott“, einLied, das auch in die katholische Glaubensanschauung passt.

„Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!“, den Retter aus Not und Trübsal. Von der Vertreibung der Dunkelheit (Gutenbergs erleuchtende Tat) war ebenso viel die Rede wie vom „Ergreifen der Waffen des Lichts“, wozu einst der ReformerMartin Luther aufrief. Auf eine gut verständliche, manchmal geradezu beschwörende Gestaltung der Texte, getoppt von einem klanglich austarierten Solistenterzett (Sopran I:Eva Schinwald, Sopran II: Sonja Bühling, Tenor:MichaelBirgmeier) legte AndréGold großen Wert.

Seine intensive Art des Dirigierens inspirierte Ausführende nicht weniger als Zuhörende, die sich mit einem herzlichen Beifall am Ende bedankten. Distanziert vom sinfonischen, gut 20 Minuten währenden Entrée dieses oft mit Beethovens Neunter verglichenen seltsamen Werks, bildet der ans Oratorienhafte heranreichende Vokal-Teil beinahe ein eigenständiges Opus. Die gedankliche, vor allem theologisch haltbare Verklammerungmit der einleitenden, dreisätzigen ,,Sinfonia“ macht heute wie schon zur Premieren-Zeit vor fast 200 Jahren Probleme. Balsamische Hörner und schwelgerische Holzbläser gaben, die einen dem Prunkvollen, die anderen dem Elegischen schöne Effekte. Das Romantisch-Melodiöse, das geradezu Tänzerisch-Ländlerische der „Sinfonia“ holte das bemerkenswert locker agierende Orchester farbenreich in den überschwänglich dekorierten Kirchenraum – ein künsterlisch hochstehender Ausklang des Klostermarkts in Raitenhaslach.

Hans Gärtner