RAIFFEISEN KULTURSOMMER 2017 – CLASSIC MEETS SOUNDTRACKS

Klassik in der Region erleben? Das ist schon lange möglich und hat sich großartig etabliert!
Aber nach „Die Zauberflöte“, „Der Freischütz“ und „Carmina Burana“ folgt nun ein neues Highlight mit großartigen Klängen:

CLASSIC MEETS SOUNDTRACKS vereint die schönste und bekannteste Musik der Filmgeschichte.

Erleben Sie die Soundtracks aus „Fluch der Karibik“, „Harry Potter“, „Star Wars“ und vielen mehr live im Kultur+Kongress Forum Altötting am 29. Juli 2017. Dieses inszenierte Kunstwerk wird von der VR meine Raiffeisenbank eG im Rahmen des RAIFFEISEN KULTURSOMMERS 2017 präsentiert.

Unter der Gesamtleitung von André Gold wird die Bad Reichenhaller Philharmonie, unterstützt vom Euregio Oratorienchor, zeitlose Hits und Hymnen der Kinogeschichte präsentieren.

Preisliste:

  • 1. Kategorie
    Normalpreis 48,00 €, ermäßigter Preis 43,20 €
  • 2. Kategorie
    Normalpreis 43,00 €, ermäßigter Preis 38,70 €
  • 3. Kategorie
    Normalpreis 38,00 €, ermäßigter Preis 34,20 €
  • 4. Kategorie
    Normalpreis 33,00 €, ermäßigter Preis 29,70 €

Exklusiv für alle Kunden der VR meine Raiffeisenbank Altötting-Mühldorf eG steht auch dieses Mal wieder ein limitiertes Kartenkontingent mit einem Rabatt von 10% zur Verfügung.

Termin:

Samstag, 29.07.2017 – 20.00 Uhr

Kultur + Kongress Forum Altötting

Der Kartenvorverkauf startet am Montag, den 27. März 2017 in allen Filialen der VR meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf!

Karten erhalten Sie nur in den Filialen der VR meine Raiffeisenbank eG, es gibt keinen Online-Kartenverkauf auf unserer Homepage.

Herzliche Grüße

von den Mitgliedern des
euregio oratorienchors

Schwärmerisch, schwelgerisch

Artikel in der PNP vom Juli 2017

Mendelssohns „Lobgesang“in Raitenhaslach – Pracht-Ausklang des Klostermarkts

Burghausen. „Gebn S‘ eam a Bier, der hat vui zumSinga ghabt!“ Mit „eam“meinte ein scherzender Gast den Chor, der nach seinem schwärmerischen „Lobgesang“ in der Klosterkirche St. Georg und Pankratius die Labung verheißenden
Tische des Raitenhaslacher Klostergasthofgartens ansteuerte. Die angesprochene Bedienung erwiderte: „Vui is net wichtig, schee muasss sei!“ Womit sie nur Recht hatte:Nicht aufQuantität, nur auf Qualität kommt’s in der Kunst an.

Qualität haben die Damen (in der Überzahl) und Herren (in der Minderzahl) des Euregio Oratorienchors Altötting zusammen mit dem Euregiochor Mattigtal wieder einmal bewiesen, bei ihrem mit vereinten Kräften vokal satt gestalteten Kirchenkonzert, das ein selten in voller Länge aufgeführtes Werk des 31-jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy bot: die so genannte Symphonie-Kantate op. 52. Als am 25. Juni 1840 in Leipzig erlebte – nach der Darbietung vonWebers „Jubelouvertüre“ und Händels „Dettinger Te Deum“ – der „Lobgesang“ unter seines
Komponisten Stabführung in der Thomaskirche seine Uraufführung.

Die Klosterkirche bot die ideale Kulisse für das Konzert der Euregiochöre und ihrer Solisten. − Foto: Heuwieser

So festlichwie damals ging’s am Sonntag in Raitenhaslach zwar nicht zu, aber von Feierlichkeit und gehobener Stimmung war doch einiges zu spüren. Zu einer regelrecht patriotisch gefärbten Danksagung, wie dies aus Mendelssohns Leipzig vermeldet wurde, ließ es Dirigent André Gold nicht kommen. Auch wenn ihm daran gelegen seinmochte, seinen Beitrag zum Luther-Gedenkjahr zu liefern – mit einem dicken Strauß Sakralmusik zur Freude über Martin Luther, den Übersetzer und Johannes Gutenberg, den technischen Ermöglicher der Bibel. So ganz zum Bewusstsein mag dieser Initial-Anlass desKonzertes dem aktuellen Publikum nicht gekommen sein. Sei’s drum – es
ließ sich inspirieren von den aus voller Kehle gesungen Psalmen, die mit Volkskirchengesang verwoben sind: „Nun danket alle Gott“, einLied, das auch in die katholische Glaubensanschauung passt.

„Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!“, den Retter aus Not und Trübsal. Von der Vertreibung der Dunkelheit (Gutenbergs erleuchtende Tat) war ebenso viel die Rede wie vom „Ergreifen der Waffen des Lichts“, wozu einst der ReformerMartin Luther aufrief. Auf eine gut verständliche, manchmal geradezu beschwörende Gestaltung der Texte, getoppt von einem klanglich austarierten Solistenterzett (Sopran I:Eva Schinwald, Sopran II: Sonja Bühling, Tenor:MichaelBirgmeier) legte AndréGold großen Wert.

Seine intensive Art des Dirigierens inspirierte Ausführende nicht weniger als Zuhörende, die sich mit einem herzlichen Beifall am Ende bedankten. Distanziert vom sinfonischen, gut 20 Minuten währenden Entrée dieses oft mit Beethovens Neunter verglichenen seltsamen Werks, bildet der ans Oratorienhafte heranreichende Vokal-Teil beinahe ein eigenständiges Opus. Die gedankliche, vor allem theologisch haltbare Verklammerungmit der einleitenden, dreisätzigen ,,Sinfonia“ macht heute wie schon zur Premieren-Zeit vor fast 200 Jahren Probleme. Balsamische Hörner und schwelgerische Holzbläser gaben, die einen dem Prunkvollen, die anderen dem Elegischen schöne Effekte. Das Romantisch-Melodiöse, das geradezu Tänzerisch-Ländlerische der „Sinfonia“ holte das bemerkenswert locker agierende Orchester farbenreich in den überschwänglich dekorierten Kirchenraum – ein künsterlisch hochstehender Ausklang des Klostermarkts in Raitenhaslach.

Hans Gärtner