So klingt Elias mit 200 Musikern in der Basilika

Es war schon ein bombastisches Konzert mit Gänsehautfeeling. Hier ein kleiner Eindruck, den unser Chorfreund Konrad Heuwieser eingefangen hat. Weitere Videos gibt es hier.

Wir freuen uns auf das nächste Konzert

Herzliche Grüße im Namen aller euregio-oratorienchor-SängerInnen
Rudi Maier

Nicht minder gigantisch

Artikel im Feuilleton der PNP am 27.10.2015

Burghauser Dirigent André Gold beschert der Altöttinger Basilika eine Sternstunde mit Mendelssohn

Annähernd 400 Musiker füllten die Bühne, das Orchester war mit 125 Musikern besetzt, der Chor mit 271 Sängern. Kurz bevor er den Saal betrat, in dem etwa 2000 Menschen im Publikum saßen, darunter Geistliche, Adelige, Parlamentarier und Freunde, legte das Publikum alle förmliche Zurückhaltung ab und begrüßte mit lautem und einhelligem Jubel den Dirigenten… So berichten Zeitgenossen von der Uraufführung des Oratoriums „Elias“ am 29. August 1846 in der Town Hall von Birmingham, die der damals kurz vor seinem jähen Tod 1847 stehende 37-jährige Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy selbst dirigierte. Und wie war’s bei der Aufführung des „Elias“ in der Altöttinger Basilika St. Anna? Rund heraus: Nicht weniger gigantisch als damals.

André Gold vor seinen "Elias"-Chören

Erfolgreich in München, hier beim Gastspiel in der Heimat: Dirigent André Gold vor seinen „Elias“-Chören und -Instrumentalisten in der Altöttinger Basilika St. Anna. Rechts von ihm die Solisten Georg Gädker (stehend), Eva Maria Schinwald, Teresa Schnellberger und Sung Min Song. − F.: Gärtner

   Am Pult stand André Gold. Ein inzwischen gen München flügge gewordener, sehr erfolgreicher und initiativer Kirchenmusiker. Dazu Mendelssohnverehrer und -connaisseur, ein Jahr jünger als Mendelssohn damals. Den „lauten und einhelligen Jubel“ des zahlenmäßig nicht ganz so großen Altöttinger Publikums wehrte der 1979 in Burghausen geborene Gold nach zweieinhalb Stunden in aller Bescheidenheit ab. Unmittelbar vor ihm die 40-köpfige, engagierte Cappella Istropolitana aus Bratislava, auf den Altarstufen eine etwa 150 Köpfe mächtige und ihm enthusiastisch dienende Sängerschar aus Münchner Oratorienchor und Euregio Oratorienchor Altötting. Adelige fehlten wohl, Geistlichkeit und Volksvertreter waren anwesend, an der Orgel saß Herbert Riedl. Im Verborgenen: Mitglieder der Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei unter der Leitung von Herbert Hager, die das eigentlich drei Solisten vorbehaltene Terzett „Hebe deine Augen auf zu den Bergen“ von oben herabsangen, so kompakt, zügig und engelhaft, wie man es sich nur wünschen konnte.

Vom Jahwe-Knecht Elias redet Mendelssohn in seinem Meisterwerk, der geborene Jude und bekennende Protestant. 42 bewegende Nummern erzählen von des Propheten erfolglosen Versuchen, dem ausgedörrten Volk zu helfen, die Baal-Anbeter zu stürzen, sich selbst nicht schonend. Erregt und ergriffen nimmt das Publikum Anteil an der Verzweiflung des großen Sehers, dem Christus-Züge eigen sind. Das sind große Momente.

Das Solo-Quartett führt der aus Freiburg stammende Bassbariton Georg Gädker mit vornehmer Zurückhaltung, klugem Pathos („Es ist genug“) und überzeugender Gesamthaltung an. Ihm ebenbürtig: der helle, leuchtend-leicht das „a“ erreichende Sopran Eva Maria Schinwalds. Teresa Schnellberger, gebürtige Eggenfeldnerin, fügt sich mit ihrem ausbaufähigen Alt, den sie bei Ildiko Raimondi schult, tadellos ein. Der Koreaner Sung Min Song, gewinnt durch edlen Stil und perfekte Diktion.

Mit dieser wuchtigen, einprägsamen und detailgenauen Aufführung des Oratoriums – sie musste wegen Krankheit des Dirigenten vom 26. September auf den letzten Oktobersonntag verschoben werden – hat sich André Gold zusammen mit allen Mitwirkenden um die Musik in hohem Maße verdient gemacht. Die erst jüngst renovierte Basilika erlebte eine Sternstunde. Der „Musiksommer zwischen Inn und Salzach“ fand einen krönenden Abschluss seines Jubiläumsjahr-Angebots.

Hans Gärtner

Siehe auch Pressespiegel.

Weitere Bilder vom Konzert gibt es hier.

ELIAS – Musiksommer zwischen Inn und Salzach (Ersatztermin)

Zu unserem ersten Konzert als

– euregio oratorienchor –

laden wir Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

 

2015-10-25 Elias_shSonntag, 25.10.2015 – 18:00 Uhr
(Einlass 17:00 Uhr)

Basilika, St. Anna
Altötting

Ein Gemeinschaftskonzert in
Zusammenarbeit mit

münchner oratorienchor
Altöttinger Kapellsingknaben
Mädchenkantorei Altötting

Solisten:
Sopran: Eva Schinwald
Alt:          Teresa Schnellberger
Tenor:     Song sun Min
Bass:       Georg Gädker
Orgel:      Herbert Riedl

Leitung:
André Gold

Schirmherr:
Landrat Erwin Schneider

Durch die Terminverschiebung wurde es erforderlich, kurzfristig ein anderes Orchester zu engagieren. Wir hatten großes Glück und konnten für den neuen Termin das international renommierte Kammerorchester Cappella Istropolitana aus Bratislava gewinnen. Ein professionelles Ensemble, das mit bekannten Dirigenten und Solisten rund um den Globus Erfolge feiert und bereits mehr als 100 CD-Produktionen auf den Markt gebracht hat.

Eine ausführlichere Information zum Konzert finden Sie in diesen Pressemeldungen.

Mehr Information zu Mendelssohn´s Elias finden Sie hier.

Karten gibt es bei den Vorverkaufsstellen von Inn-Salzach-Ticket sowie den Filialen der VR meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf

Mit freundlicher Unterstützung durch
VR_meine_Raiffeisenbank

Herzliche Grüße

von den Mitgliedern des
euregio oratorienchors

Das neue Logo

eoc-LogoNicht nur durch den Zusammenschluss von deutschen und österreichischen Chormitgliedern, sondern auch mit dem Logo wollen wir den euregio-Gedanken transportieren.

 

Die Landeswappen von Oberbayern und Oberösterreich

Die Landeswappen von Oberbayern und Oberösterreich

Auch wenn es eine etwas eigenwillige Farbkombination ist, die so manchem Gestaltungsprofi ein Augenleiden bescheren mag, so ist sie dennoch nicht willkürlich, sondern den jeweiligen Landeswappen der Regionen Oberbayern und Oberösterreich entnommen.

Da die großen Werke zur damaligen Zeit natürlich nicht über Notendruckprogramme zu Papier gebracht wurden, sondern von den großen Meistern in monatelanger und auch jahrelanger Komponierarbeit aufs Papier gekritzelt wurden, soll die handschriftliche Melodie in der länderüberspannenden Notenzeile an die damals mühselige Notation erinnern.

Der erfahrene Chorsänger wird an den handgeschriebenen Noten auf Anhieb die Melodie von „Freude, schöner Götterfunken…“ erkennen, die dem Hauptthema „An die Freude“ dem letzten Satz Beethovens neunter Synphonie entnommen ist. Die Instrumentalfassung ist seit 1985 die offizielle Hymne der EG und passt somit hervoragend zu unserem euregio-Chorprojekt und in unser Logo.

Gestaltet wurde das Logo von unserer Chorfreundin Irmi Winkler. Vielen lieben Dank, Irmi!

(Quelle Landeswappen und Hymneninfo: Wikipedia)